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Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Vorstellung einer experimentellen kontrollierten klinischen Studie

zu dem therapeutischen Verfahren

„Achtsamkeitspraxis in Verbindung
mit auf Achtsamkeit basierender
Massage- und Berührungstherapie
bei Menschen mit Depressionen“

Andreas Stötter MSc
Master of Complementary, Psychosocial
and Integrated Health Sciences

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011 - UMIT

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Interuniversitäres
Kolleg für
Gesundheit und
Entwicklung

Graz / Schloss
Seggau
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www.interuni.net

Psychiatrisches
Krankenhaus
Hall in Tirol
info.pkhtilak.at">Mail
www.tilak.at

Private Universität für
Gesundheitswissenschaften,
Research Division for
Mental Health

serviceumit.at">Mail
www.umit.at

Akademie für
ganzheitliche
Gesundheitskultur
Innsbruck
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www.yoni-academy.com

 

„Forschungsergebnisse, die zeigen, dass das Ausmaß mütterlicher Liebe und körperlichen
Kontakts mit dem Kind verschiedene genetische Reaktionen hervorrufen kann, machen deutlich,
welche Bedeutung die Kindererziehung hat, wenn wir eine Harmonische Gesellschaft schaffen wollen.
Auf der anderen Seite ist es sehr ermutigend zu wissen, dass therapeutische Methoden denjenigen
helfen können, die Aufgrund der Vernachlässigung in der Kindheit Schwierigkeit damit haben, Wärme
und Mitgefühl für ihre Mitmenschen zu empfinden.“
Dalai Lama aus Begley 2007

 

Hintergrund


Depression als Volkskrankheit

Das Therapieverfahren

Achtsamkeit – Der Diamant des Geistes
Achtsamkeit ist eine natürliche menschliche Geisteshaltung und bedeutet bewusste nicht-wertende Aufmerksamkeit. Sie beinhaltet unmittelbar präsent im gegenwärtigen Augenblick zu sein, ohne durch den Filter des kognitiven Geistes das Erlebte zu etikettieren, zuzuordnen oder zu interpretieren. Achtsam und bewusst zu sein bewirkt positive Veränderungen in unserer Physiologie, den Funktionen unseres Geistes, und unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. (Siegel 2007)

Die wohl am stärksten ausgeprägte Achtsamkeits-Kultur finden wir im Buddhismus. Achtsamkeit ist das „Herzstück“ der buddhistischen Lehre und
findet sich wiederholt in den Schriften als Teil des edlen achtfachen Pfads als Weg zur Aufhebung von Leiden.

Merkmale der Achtsamkeit

Berührung – Grundnahrung für die Seele
Erkenntnisse aus Entwicklungspsychologie, Bindungs- und Säuglingsforschung weisen auf den prägenden Faktor der taktilen Berührung in der Mutter-Kind Beziehung während der ersten Lebensmonate hin. Demnach ist Berührung ein basales Grundbedürfnis des Menschen – gleich wie das Bedürfnis nach Licht, Schlaf, Essen/Trinken und nach Anerkennung und Liebe.

Die Bindung zwischen Mutter und Kind besteht zu Beginn fast ausschließlich aus Berührungen und Umarmungen. Das Kind bekommt die ersten prägenden Informationen über den Berührungsreiz. Bleibt dieses basale Berührungsbedürfnis unbefriedigt, entwickelt der Säugling extreme Ängste, die zu ernsthaften Störungen der grundlegenden physiologischen Prozesse des Körpers das weiters zu einer eingeschränkten Persönlichkeitsentwicklung führt.

Achtsame Berührung – der integrative Aspekt
Der Bewusstseinszustand der Achtsamkeit stellt nicht nur einen intrapersonellen Aspekt dar, sondern ist auch ein entscheidender Faktor in der interpersonellen emotionalen Kommunikation zwischen Mutter und Kind. Wenn die Bezugsperson sich im Zustand der Achtsamkeit befindet und dementsprechend mit mitfühlender nicht-wertender Aufmerksamkeit berührt, scheint dies eine der Grundvoraussetzung für eine sichere Bindung zu sein und somit für eine gesunde psycho-emotionale Entwicklung.

Forschungs-Motivation
Die klinische Forschung im Bereich auf Achtsamkeit basierte kognitive Verfahren und therapeutischer Berührung und Massage ist relativ umfangreich. Seit dem Jahr 2000 sind rund 1400 wissenschaftliche Publikationen zum Thema Achtsamkeit erschienen (Ott 2010). Allein am Touch Research Institute an der Universität in Miami/USA sind über 100 klinischer Untersuchungen im Bereich therapeutischer Berührung und Massage abgeschlossen worden. Zur Depression gibt es in beiden Forschungsgebieten Untersuchungen. Die Verbindung und ein eventueller synergistischer Effekt von Achtsamkeitspraxis und achtsamer körperorientierter Therapieverfahren sind bisher noch nicht erforscht. Ebenso liegen derzeit noch keine Forschungsarbeiten zum interpersonellen dialogischen Aspekt der Achtsamkeitspraxis vor. Die vorliegende Studie soll ein Schritt in diese neue Richtung weißen.

 

Forschungsstand

Neurobiologie – Entwicklungspsychologie – Bindungsforschung

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Forschungsfrage

Kann die Symptomatik von Menschen mit Depressionen durch Achtsamkeitspraxis in Verbindung mit auf Achtsamkeit basierender Massage- und Berührungstherapie positiv beeinflussen oder nicht?

Arbeitshypothesen

Forschungsmethode

Forschungsleitung

Andreas Stötter, MSc
Master of Health Science, Gesundheitswissenschaftler, Körper- und Psychotherapeut

Forschungspartner

Psychiatrisches Krankenhaus, Hall in Tirol
Prim. Prof. Dr. med. Christian Haring

UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften,
Research Division for Mental Health, Hall in Tirol
MMag. Patricia Oleksy

Interuniversitäres Kolleg Graz / Schloss Seggau
Prof. Dr. Dr. P. Christian Endler,

Yoni Akademie für ganzheitliche Gesundheitskultur, Innsbruck
Andreas Stötter MSc u. Dr. phil. Dietmar Kamenschek

 

Ergebnisse

→ Irrtumswahrscheinlichkeit von 5%:
Signifikanzniveau:
p> 0,08 nicht signifikant
p≤0,08 Tendenz zur Signifikanz
p≤ 0,05 signifikant (*)
p≤ 0,01 hochsignifikant (**)

d.h. alle p-Werte (Wahrscheinlichkeitswerte) die unter 0,05 liegen zeigen signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen auf.

Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Faktors „depressive Verstimmung“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Depressivität nicht voneinander (p=0,717).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Depressivität voneinander hochsignifikant (p≤ 0,01**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hochsignifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p≤ 0,01**); die Depressivität nimmt ab. Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=1).

 

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Faktors „Schuldgefühle“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Schuldgefühle mit einer Tendenz zur Signifikanz voneinander (p=0,66). VG tendenziell mehr Schuldgefühle zum MZP1 als KG.
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Schuldgefühle nicht voneinander (p= 0,473).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hochsignifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p≤ 0,01**); Schuldgefühle nehmen ab. Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=1).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Faktors „Suizidalität“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Suizidalität nicht voneinander (p=0,22).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Suizidalität hochsignifikant (p≤ 0,01**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hochsignifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p≤ 0,00**); Suizidalität nimmt ab. Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=1).

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Faktors „Einschlafstörungen“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Einschlafstörungen nicht voneinander (p=0,834).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Einschlafstörungen signifikant (p=0,33*).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,22*); Einschlafstörungen nehmen ab. Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=491).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Faktors „Durchschlafstörungen“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Durchschlafstörungen nicht voneinander (p=1).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Durchschlafstörungen signifikant (p=0,08*).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hochsignifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,00**); Durchschlafstörungen nehmen ab. Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=618).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

 

Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „terminale Schlafstörungen“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors terminale Schlafstörungen nicht voneinander (p=1).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors terminale Schlafstörungen nicht voneinander (p=0,593).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,04*); terminale Schlafstörungen nehmen ab. Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=161).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Arbeit und Interesse“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Arbeit und Interesse signifikant voneinander (p=0,017*).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Arbeit und Interesse hoch signifikant voneinander (p=0,00**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hochsignifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,00**). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=753).

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Verlangsamung“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Verlangsamung signifikant voneinander (p=0,038*).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Verlangsamung nicht voneinander (p=0,310).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,03*). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=593).

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Unruhe/Agitiertheit“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Unruhe/Agitiertheit mit einer Tendenz zur Signifikanz voneinander (p=0,052).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Unruhe/Agitiertheit signifikant voneinander (p=0,002*).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,40*). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=722).

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Angst-psychische Symptome“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Angst-psychische Symptome nicht voneinander (p=295).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Angst-psychische Symptome hoch signifikant voneinander (p=0,00**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hoch signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,00**). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=587).

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Angst-somatische Symptome“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Angst-somatische Symptome nicht voneinander (p=0,268).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Angst-somatische Symptome hoch signifikant voneinander (p=0,001**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hoch signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p= 0,00**). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=362).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „gastrointestinale Symptome“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors gastrointestinale Symptome signifikant voneinander (p=012*).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors gastrointestinale hoch signifikant voneinander (p=0,001**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es eine Tendenz zur Signifikanz zwischen den Messungen (p=0,078). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=1).

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „allgemeine somatische Symptome“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors allgemeine somatische Symptome signifikant voneinander (p=017*).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors allgemeine somatische Symptome hoch signifikant voneinander (p=0,00**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen hoch signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p=0,00**). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=0,668).

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Genitalsymptome/Libidoverlust“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Genitalsymptome/Libidoverlust nicht signifikant voneinander (p=0,530).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Genitalsymptome/Libidoverlust signifikant voneinander (p=0,10*).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p=0,002*). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=0,699).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Hypochondrie“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Hypochondrie signifikant voneinander (p=0,002*).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Hypochondrie hoch signifikant voneinander (p=0,001**).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p=0,253). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=0,253).Yoni Academy Innsbruck – Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Gewichtsverlust“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Gewichtsverlust nicht signifikant voneinander (p=0,541).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Gewichtsverlust nicht signifikant voneinander (p=0,095).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es eine Tendenz zum signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (0,063). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=0,341).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich des Items „Krankheitseinsicht“?

→ Zum Messzeitpunkt 1 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Krankheitseinsicht nicht signifikant voneinander (p=0,153).
→ Zum Messzeitpunkt 2 unterscheiden sich die beiden Gruppen (VG, KG) hinsichtlich des Faktors Krankheitseinsicht nicht signifikant voneinander (p=0,327).
→ Bei der Versuchsgruppe gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Messungen (p=1). Die Kontrollgruppe verändert sich über die beiden Messzeitpunkte hinweg nicht (p=0,169).

Yoni Academy Innsbruck - Forschungsbericht Achtsamkeit und Berührung 27-01-2011

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Gruppe
VG Mittelwerte KG

MittelwerteDepressivitätvorher33,07nachher0,863,07Schuldgefühlevorher1,570,93nachher0,710,93Suizidalitätvorher1,141,57nachher0,211,57Einschlafstörungenvorher1,071,14nachher0,571,29Durchschlafstörungenvorher1,211,21nachher0,431,29terminale Schlafstörungenvorher0,790,79nachher0,360,5Arbeit und Interessevorher2,363,29nachher0,933,21Verlangsamungvorher0,930,29nachher0,50,21Unruhe/Agitiertheitvorher0,641,14nachher0,211,21Angst – psychische Symptomevorher2,572,93nachher0,933Angst – somatische Symptomevorher1,52nachher0,431,86gastorintestinale Symptomevorher0,51,5nachher0,211,5allgemeine somatische Symptomevorher1,361,86nachher0,431,79Genitalsymptome/Libidoverlustvorher0,861,07nachher0,211Hypochondrievorher0,211,36nachher0,071,21Gewichtsverlustvorher0,570,79nachher0,140,57Krankheitseinsichtvorher00,29nachher00,14

Zusammenfassung

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Verbindung der beiden therapeutischen Ansätze – Achtsamkeitspraxis und achtsame Berührungstherapie – die Symptome von Menschen mit Depressionen verbessern kann und als zusätzliche und begleitende  therapeutische Maßnahme, zur pharmakologischen und psychotherapeutischer Therapie, wirkungsvoll sein kann. Besonders in dem Bereich Depressive Verstimmung, Suizidalität, Angst, allgemeine somatischen Symptome, Arbeit und Interesse unterscheiden sich die beiden Gruppen hochsignifikant. Auch zwischen Messpunkt 1 und Messpunkt 2 der Versuchgruppe war bei denselben Symptomatiken ein hochsignifikanter Unterschied messbar.

Ausblick

Weiterführende Untersuchungen mit höherer Teilnehmeranzahl und Überprüfung der Nachhaltigkeit der Resultate nach beispielsweise einem Jahr sind notwendig,um die Effizienz der Methode zu bestätigen. Dabei könnten zusätzlich bildgebende Verfahren wie PET und fMRT zum Einsatz kommen, um den Einfluss der Methode auf den Gehirnstoffwechsel bzw. die Neuroplastizität zu untersuchen.

Literatur

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Neuroplastizität beweist, wie unser Bewusstsein unser Gehirn verändert. Goldmann Verlag  2007.
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Junfermann Verlag Paderborn 1999.
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Weiss, Halko; Harrer E. Michael; Dietz Thomas: Das Achtsamkeitsbuch. Klett-Cotta Verlag 2010
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Kontakt
Andreas Stötter MSc
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